Safari-Tipps |
Reisezeit
Die Trockenzeit der südlichen Halbkugel, also der europäische Sommer,
ist die traditionelle Safari-Zeit. Die Tierbeobachtung ist einfach, weil das
Wild gezwungen ist, die Wasserlöcher und Flußläufe aufzusuchen.
Raubkatzen brauchen an diesen Orten nur auf ihre Beute zu warten.
Vorbereitung einer Pirschfahrt
Bevor man zu einer Pirschfahrt aufbricht, sollte man sich im Camp
das Buch mit den "sightings" genau anschauen. Dort tragen viele Parkbesucher und Mitarbeiter
ein, welche Tiere sie um wieviel Uhr und wo genau gesehen haben. Oft lohnt
es, diese Stellen wieder anzufahren, da Tiere bestimmten Gewohnheiten folgen.
Es ist eine freundliche Geste, wenn man durch einen eigenen Eintrag, der
möglichst akurat sein sollte, seine Erfahrungen auch weitergibt. Die
Mitarbeiter der Parks geben gerne Auskunft zu "lohnenden" Wasserlöchern
oder Strecken. Vor allem in weniger erschlossenen Gebieten in Botswana
und Zimbabwe empfiehlt es sich, die Karte vor der Fahrt genau zu studieren,
da
oft keine ausreichende Beschilderung vorhanden ist. Und kalkulieren Sie
genug Zeit ein. Bei einer interessanten Pirschfahrt kommen Sie nicht weiter
als
20km in einer Stunde. Verhalten auf der PirschJede Geschwindigkeit über 30km/h macht es fast unmöglich, Wild, das nicht direkt an der Straße steht, zu erspähen. Versuchen Sie, bei der Fahrt tief in den Busch oder Wald hineinzuschauen. Sind Sie fündig geworden, besteht die Kunst darin, die Tiere nicht durch zu schnelles Heranpreschen zu verjagen. Nähern Sie sich vorsichtig, Stück für Stück. Blicken die Tiere zu Ihnen, nutzen Sie einfach deren Tarntechnik, die darin besteht zu "gefrieren". Stoppen Sie das Fahrzeug und bleiben Sie völlig unbewegt. Das Wild wird sich beruhigen. Bemerken Sie ein stehendes Fahrzeug, hat wahrscheinlich ein anderer Besucher etwas entdeckt. Es ist ein Gebot der Fairneß, dann behutsam heranzufahren, um das Wild nicht aufzuscheuchen.
Auch wenn es unverständlich erscheint, weichen Sie großen Dunghaufen aus. Vor allem nach dem Regen wimmeln sie von Käfern und anderen Insekten, die auf den Kot zum Überleben angewiesen sind. Und achten Sie auf kleine Lebewesen wie Chamäleons oder Skorpione, die in einem lebensgefährlichen Akt Straßen oder Pisten überqueren. Elefanten und Nashörner haben immer "Vorfahrt" und scheun nicht davor zurück, dieses Recht auch in Anspruch zu nehmen. Begeben Sie sich nie zwischen eine Elefantenherde oder eine Kuh und ihr Junges. Die Folgen können unangenehm sein. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie den Regeln der einzelnen Parks unbedingt Folge leisten, vor allem den Geschwindigkeitsbegrenzungen und der Aufforderung, das Fahrzeug nur dort zu verlassen, wo dies ausdrücklich erlaubt ist. Wenn Sie in einem Camp mitten im Park übernachten, denken Sie daran, zu den angegebenen Zeiten zurück im Camp zu sein. Bei Einbruch der Nacht schließen die Tore, und wer zu spät kommt, zahlt empfindliche Strafen. Daß man das Wild nicht stören oder gar füttern soll, keine Haustiere in die Parks bringen darf, Abfall in die entsprechenden Behälter gehört, man keine "natürlichen" Souvenirs mitnehmen darf und Radiohören auf der Pirsch nicht angebracht ist, versteht sich von selbst. |